Weiterbildung 2026/27

AUF WEGEN DER SELBSTERKENNTNIS

analytisch erforscht nach C.G. Jung und
spirituell erfahren nach David Steindl-Rast

NACH INNEN WACHSEN; NACH AUSSEN WIRKSAM WERDEN
DIE SINN SCHÖPFENDE KRAFT DES FRIEDENS
IN UNS UND FÜR DIE WELT

Wir laden Sie ein zu einer KREATIVEN WEITERBILDUNG
anhand von Sinnbildern aus Natur, Kunst, Musik und  Träumen

Oktober 2026 bis Juni 2027 in fünf Teilen
Einstieg jederzeit möglich!

Änderungen vorbehalten

Begleitet von:
Dr.in Ute Karin Höllrigl, Tiefenpsychologin nach C.G. Jung, Lehr-analytikerin in Zürich,
Dr.in Sabine Riesenhuber, Dr. Thomas Lindenthal, Rupert Heim, Radioredakteur

 

EINLEITENDE GEDANKEN

GEWIDMET DEM KIND IN UNS ALS EINEM EWIGEN WERDEN

SELBSTVERWIRKLICHUNG NACH C.G. JUNG IST KEINE IM ÜBLICHEN SINNE, SONDERN EIN DIALOG MIT EINEM INNERSTEN GÖTTLICHEN SEELENKERN UND EIN SICH IN SEINEN DIENST STELLEN.

Für den Arzt und Tiefenpsychologen C.G. Jung ist dieses schöpferische, uns verwandelnde Gestalten keine Psychotherapie, sondern menschliche Natur. Er setzt diesen Seelenkern dem Samenkorn einer Pflanze gleich, die danach drängt sich zur Blume zu entfalten, ein Baum zu werden. Die menschliche Natur strebt ebenso nach dieser Selbstverwirklichung und Ganzheit. Allerdings hat sie sich mit einem Gegenspieler auseinander zu setzen (anders als die Pflanze hat sie sich mit einem Gegenspieler auseinanderzusetzen)

Schritte zur Selbsterkenntnis

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
(….)                                    (Rainer Maria Rilke)

Unser Reifen verläuft ebenso in wachsenden Ringen.
Wir nehmen dieses Drängen gleich dem Samenkorn als Sehnsucht, Unruhe des Herzens oder einem Getriebensein wahr.  Folgen wir diesem werden wir zu Suchenden. Im Streben eröffnet sich uns der Weg.
Sinnbilder dieses neuen Wachsens sind gemeinsam mit dem Kind auch geometrische Formen wie das Runde, der Kreis, das Quadrat.

Das Sinnbild des Kindes
C. G. Jung formuliert es im Roten Buch folgend:

Der Geist dieser Zeit ließ mich an meine Vernunft glauben.
Der Geist der Tiefe lehrte mich, dass ich ein Diener bin, der Diener eines Kindes.
Der Geist der Tiefe lehrte mich, dass mein Leben umschlossen ist vom Göttlichen Kinde.
Aus seiner Hand kam alles Unerwartete, alles Lebendige.
              
(Liber Primus, Rotes Buch, S 234, Kapitel 3 Über den Dienst der Seele)

Im Sinnbild dieses Kindes erscheint einerseits symbolisch unser innerster göttlicher Seelenkern, der nach Ganzheit unserer menschlichen Persönlichkeit strebt – nach Bewusstem und Unbewusstem. Das Unbewusste trägt einen großen Reichtum in sich. Andererseits tragen wir als Mensch einen Gegenkraft in uns. Diese haben wir grundsätzlich auf dem Weg anzunehmen und zu verwandeln. Das Unbewusste beträgt zunächst zwei Drittel unserer psychischen Möglichkeiten.
Das göttliche Kind in uns kann verwoben sein mit unserer eigenen Lebenszeit als Kind.

Wie erkennen wir das Göttliche Kind?
Es symbolisiert den stärksten Lebensdrang zur Selbstverwirklichung, der sich letztlich durchsetzen will. Wesentliche Merkmale sind im christlichen Verständnis eine jungfräuliche, eine geistige Geburt. Wir feiern sie an Weihnachten. Es scheint ohnmächtig und hilflos zu sein und ist doch der stärkste Drang zur Selbstverwirklichung der sich durchsetzen will.
Es ist immer wieder verzeihend.
Weitere Geburten in Mythen und Träumen können aus Tieren und Bäumen darauf hinweisen. Merkmale sind, dass es von uns unerkannt ist, und immer wieder auch verlassen wird, oder auch gefährdet durch Verfolger (Jesuskind und Herodes)

Merkmale außergewöhnlicher Eigenschaften
Es wächst ganz schnell und wir beobachten in Träumen, dass es nach seiner Geburt schon sprechen kann und in einem Bild eines Neugeborenen und gleichzeitig uraltem Wesen erscheinen kann.
Der Prozess, der aus dem göttlichen Kind werden will ist unsere geistige Entwicklung und Geburt als Mensch, die nicht selten in Träumen aus unserer Tiernatur geboren werden will.
Jung erforschte diesen Prozess geistiger Entwicklung als einen Prozess der Wandlung und Entwicklung, die unserem Unbewussten eingeboren ist. Er beschreibt diesen in seinen Erinnerungen:
Mein Leben ist die Selbstverwirklichung des Unbewussten, alles war unbewusst ist, will bewusst werden und die Persönlichkeit will sich aus ihren unbewussten Bedingungen befreien und als Ganzheit erleben.

Ganzheit ist für Jung Bewusstes und Unbewusstes, das ja zwei Drittel – wie erwähnt – unserer Psyche beträgt.
Das Kind in den Urbildern der Kulturen und individuell im Traum will dieses Entfalten in unsere Ganzheit. Ein besiegen der Dunkelheit in uns – ins Licht des Bewusstseins.
Damit erkennt Jung im Kind Anfang und Ende, das vorbewusste … das Göttlich-Mächtige, der unansehnliche, zweifelhafte Anfang und das triumphierende Ende.  (C. G. Jung)

 

I. HERBSTSEMINAR – BEGEISTERUNG

Datum:  24. – 25. Oktober 2026
Ort: Graz – Zentrum Liechtenfelsgasse oder Augartenhotel

Gegenwart: Mit welcher Frage, mit welchem Anliegen bin ich da?
Worin liegt meine Vision?
Erkennen und Erarbeiten eines Übungsweges zwischen Bewusstem und Unbewusstem.
Was begeisterte uns als Kind? Was begeistert uns jetzt? Erkennen unseres Talentes.
Was war – und ist – unser Lieblingsmärchen oder unsere Lieblingsgeschichte?
Inspirationen für das JETZT. Wie erleben wir – erfahren wir – heute unsere Begeisterung?
Ein Erkenntnis-, Erfahrungs- und Meditationswochenende mit unseren Anliegen. Erkennen unserer Mitte und ordnen der Schattengedanken und Lichtseiten aus Träumen und Bildern.

 

II. SEMINAR – ADVENTWOCHENENDE IN FISCHBACH

Datum: 28. bis 29. November 2026
Ort: Dorfhotel Fischbach und umliegende Gasthäuser, 8654 Fischbach

Es treibt der Wind im Winterwalde

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.
           
(Rainer Maria Rilke)

An diesem Adventwochenende wollen wir gestärkt durch die besondere Zeit und den Ort das Göttliche Kind in uns erkennen und erinnern. Das Kind in uns für unser «Werden« neu beachten lebendig werden lassen und lieben.

III. SEMINAR – LEBENSFREUDE

Datum: 13. – 14. Februar 2027
Ort: Friedensraum Wien oder Graz – Details folgen in Kürze

Die irdische Lebensfreude wieder entdecken in Poesie, Musik und Tanz.
Für C.G. Jung – wie für viele spirituellen Lehrer, wie Steindl-Rast, Nietzsche ist das Sinnbild eines «Tanzes «die höchste Form unserer inneren Energien.
Jung strebt an, dass nichts mehr in uns verfestigt, versteinert, für immer gegeben ist, sondern, dass wir mit den Gegebenheiten ins Fließen kommen.
Teresa von Avila, die große Heilige und erste weibliche Tiefenpsychologien, sah das Ziel ihres Weges zwischen großen Visionen und Zweifeln eine «Fliessende« zu werden. Sie erreichte ihr Ziel.

Der heilige Narr

 Lass in des Lebens Dunkelstunden
eines Narren Kleider tragen
die nicht zu Grabe klagen
die gesponnen
aus lächelnd tausend jungen Sonnen.

 Gleit in eines Narren Schuh‘
der nicht schwer aus Nächten
die von grauem Reif.

Er mit einem Wanderstabe
treibt wie ein bunter Sturm
durch seine Tage
mit der Allnatur
im Ein.

Schenk eines Narren Kappe
die wachen lässt mit weisem Ohr
in des Menschen Herz,
den göttlichen Humor.
(….)

Dankbarkeit und Humor sind Führer zur Lebensfreude – eine bedeutende Inspiration meines Lehrers Bruder David Steindl-Rast.“

Wir wollen in diesen Tagen in unserem Leben neu diese, so oft vergessene, zuverlässige Quelle der Lebensfreude wiederentdecken

IV. SEMINAR, INTENSIVTAGE – „UNSER INDIVIDUELLER FRIEDENSBEITRAG FÜR DIE WELT”

Datum:  Mai 2027 – genaue Daten in Kürze
Ort: An einem noch zu bekannt gebenden spirituellen Ort

 

Vertiefte Traum- und Gruppenarbeit – Anregungen zum Erkennen und Gestalten eigener Traumimpulse.
Eine vertiefte Rückbesinnung. Inspirationen zu neuen Übungsthemen zu inneren Wandlungsschritten.

V. SEMINAR – VERINNERLICHEN

Datum: 12. bis 13. Juni 2027
Ort: Graz – Details folgen in Kürze

Wir sind die Bienen des Unsichtbaren,
die den Nektar des Sichtbaren
in die goldene Honigwabe nach Hause bringen
 

Wir sammeln unsere Erfahrungen des Jahres ein und versuchen Schritte zu tun, diese in der Natur über den Sommer zu verinnerlichen.

 Manchmal stehen wir auf
Stehen wir zur Auferstehung auf
Mitten am Tage
(…)
Geordnet in geheimnisvolle Ordnung
Vorweggenommen in ein Haus aus Licht.
(Marie Luise Kaschnitz aus dem Gedicht Auferstehung)

 

Empfohlene Literatur:

  • Erinnerungen, Träume, Gedanken von C.G. Jung
  • Wörterbuch der Symbolik von Manfred Lurker
  • Die Kunst des Liebens von Erich Fromm
  • Liebe – Reifen in unseren tiefsten Daseinsgrund von Ute Karin Höllrigl
  • Im Zeitlosen verwurzelt von Ute Karin Höllrigl

 

Seminarorte (Änderungen möglich):

Augarten Art Hotel, Schönaugasse 53, 8010 Graz, Tel: +43 316 208000;
Email: office@augartenhotel.at

Club Alpha, Stubenbastei 12/14, 1010 Wien

Zentrum Lichtenfelsgasse 21, 8010 Graz

Seminarzeiten:
Samstag 11:00 – 17:30 Uhr und Sonntag 10:00 – 14:00 Uhr
Intensivtage: Beginn erster Tag gemeinsames Ankommen 17:00 Uhr, Ende letzter Tag 14:00 Uhr

Beitrag:
Den Möglichkeiten entsprechende Ermäßigung auf Anfrage
Gesamte Weiterbildung: € 2.500, — die Teilnahme an einzelnen Seminaren ist möglich
Wochenende pro Termin € 400, — Intensivtage: € 900, —
Unterkunft und Verpflegung sind nicht im Betrag inkludiert.

Informationen, Anfragen & Anmeldung:
Heide Kraus
Email: heide.kraus@chello.at – Tel. 0660 5250405
www.ute-karin-hoellrigl.at